POPP ili POPC, nije pitanje

Sredinom 2015 pojavio se u nemačkom naučnom časopisu „Publizistik“ esej pod naslovom „Der mediatisierte Lebenswandel. Permanently online, permanently connected“. Koga zanima, a razume nemački, može ceo esej kupiti ovde. Vredi svaku paru. Da ne bude zabune, odmah da kažem odnosno ponovim, nije u pitanju peer-reviewed članak nego esej nastao u kooperaciji profesora Forderera, koji je i nosilac projekta, i dvadesetak istraživača i naučnika različitih instituta širom Nemačke. Zajedničko im je da svi istražuju u oblasti komunikacije i medija, te da su uglavnom fokusirani na sociologiju. Cilj im je bio da ukažu na probleme sa kojima se sreću i sretaće se oni koji žele da istražuju u ovoj i srodnim oblastima. Esej su koristili kao formu jer dozvoljava više slobode. Iz tog razloga su ponegde namerno i preterivali ne bi li na taj način dodatno naglasili ono o čemu pišu. „POPP ili POPC, nije pitanje“ weiterlesen

Die Qualen der Hölle

Das Glück hatte mein Gewissen zu stiller Ruhe eingelullt; und überdies hatte das Wissen, das ich nicht das einzige Glied unserer faulenden Gesellschaft war, das auf sokratische Weise liebte, und dass es männer von höchster Intelligenz, freundlichstem Herzen und den reinsten ästhetischen Gefühlen gab, die – wie ich – Sodomiten waren, mich beruhigt. Es sind nicht so sehr die Qualen der Hölle, die wir fürchten, sondern eher ist es die niedrige Gesellschaft, die wir dort unten antreffen könnten.

Selbst die geschickteste aller Huren wäre nicht fähig, einen Mann solche Sensationen fühlen zu lassen, wie ich sie mit meinem Geliebten empfand, denn im Grunde ist die Schnalle nur mit den Lüsten vertraut, die sie selber gefühlt hat; während die schärferen Emotionen, die sie nicht die ihres eigenen Geschlechts sind, ihr unbekannt und unvorstellbar bleiben. Ebenso wird kein Mann je fähig sein, eine Frau mit solch überwältigender Wollust wahnsinnig zu machen, wie eine andere Tribade es vermag, denn sie allein weiß, wie sie ihre Schwester an der richtigen Stelle und genau im richtigen Moment kitzeln muss. Die Quintessenz der Seligkeit kann daher nur von Wesen des gleichen Geschlechts ausgekostet werden.

Oscar Wilde, Teleny

Understand, compare, connect

Once researchers begin to understand their questions and studies within a levels-of-analysis framework, it becomes easier to compare them to other research, see connections among different levels, and generally begin a much more systematic approach to a diverse area of the field.

Reese, S (2007), BRAZILIAN JOURNALISM RESEARCH, Vol. 3. Nr. 2

Simplify, highlight & organize

Models, by definition, are meant to simplify, highlight, suggest, and organize. But in doing so, they can exert a powerful guiding effect in determining how questions are posed and defining the relationships singled out for investigation.

Reese, S.D. (2007) Journalism Research and the Hierarchy of Influences Model: A Global Perspective. University of Texas, USA

Die Grundzüge jeglichen Modells

Diese sind die Grundzüge jeglichen Modells: Wesentliches bekommt eine nocht höhere Bedeutung, Nebeneffekte und Unwesentliches sollen wegfallen. Der Unterschied zu wissenschaftlichen Modellen besteht nur darin, daß die Komplexität nicht reduziert werden soll, sondern im Gegenteil nach und nach zunimmt, je weiter die Simulation [es geht hier um das Speil „Sims“  -Anm.d.Red.] entwickelt wird (sei es durch die Autoren oder die Spieler). Bis zu einem gewissen Grad haben solche Modelle einen großen Reiz für viele Menschen. Nach dem gleichen Prinzip der Reduktion von Komplexität funktionieren Soap Operas, interaktive Webcams oder schließlich Fernsehformate wie „Big Brother“. Sie Bilden alle künstliche Bereiche geschlossener Sinsstruktur, denen große Teile der Undurchschaubarkeit der Alltagswelt genommen wurden.

Krämer, H.-J. (2001). Alfred Schütz und die „Strukturen der Lebenswelt“ im Modell Analyse einer Alltagssimulation aus der Unterhaltungsindustrie

Modells

Versteht man Modelle auf Basis der allgemeinen Modelltheorie (vgl. Stachowiak 1973: 128 ff.) als komplexitätsreduzierte, systematische und gleichwohl – gegenüber dem Original – informationsreichere Darstellung von sozialer Wirklichkeit, die vor allem organisierende, heuristische und teilweise auch prognostische Funktion haben (vgl. Bentele/Beck 1994; Deutsch 1952), dann lassen diese sich als Teile oder spezifische Darstellungen von Theorien begreifen, die aver in der Regel nicht unmittelbar empirisch überprüfbar sind. […] Eine direkte Falsifikationsmöglichkeit von solchen Modellen (z.B. Merten (1997) oder Maltzke (1963)) müsste ja zum Beispiel die Nichtexistenz von Modellelementen oder -dimensionen oder eine falsche Relationierung zwischen diesen Elementen nachweisen. Allerdings kann man für oder gegen Modelle argumentieren, dies auch mit empirischen Argumenten.

Bentele & Nothaft – Das Intereffikationsmodell  – Theoretische Weiterentwicklung, empirische Konkretisierung und Desiderate (S: 67)

EXplain and PREdict

The most prominent tasks of every theory are to explain former incidents and to predict future developments.

[…]

All non random decisions to select objects are based upon at least two conditions: the characteristics of objects to be selected and selection criteria. (e.g. apples for pie shall smell and taste good; apples for decoration shall look good)

 

Kepplinger & Ehmig 2006; Communication 31; S: 25-43

(Nicht) beliebige Instrumente

Theorien sind nichtbeliebige Instrumente zur Ordnung von Erkenntnis. Sie können diese Funktion erfüllen, weil sie a) selektivfungieren, also eine Funktion der Ausscheidung(via Falsifikation, im Sinne von Popper) erfüllen b) weil sie abstrahierenund auf diese Weise die Fülle der Erscheinungen auf eine überschaubare Menge von Klassen oder Kategorien reduzieren und dann c) durch differenztheoretische Operationen, nämlich durch den Vergleich(der zugleich die einfachste Form der Messung darstellt), getrennt Erscheinendes ähnlich oder sogar gleich machen können und dadurch ebenfalls Ordnungsleistungen erbringen. Wie immer auch das methodische Procedere, in allen Fällen vergrößert dies den Bereich der Ordnung der Erscheinung, die Systematisierung von Wissen, die nichtbeliebige Entscheidung über richtig oder falsch bzw. über viabel/nict viabel.
Welcher Theorietyp anderen Theorietypen überlegen ist, weil er das größere Ordnungspotenzial (Erklärungspotentizial) besitzt, ist nicht einfach zu entscheiden und im Zweifelsfall nicht nur zu behaupten, sondern su beweisen.

Klaus Merten: Zur Theorie der PR-Theorien Oder: Kann man PR-Theorien anders alsy systmisch modellieren? in: Röttger, U. (Hrsg.). (2009). Theorien der Public Relations Grundlagen und Perspektiven der PR-Forschung. VS | GWV: Wiesbaden (S:51)

Technology is (not)…

Technology is virtually never ‘inherently’ a panacea ensuring a utopian future and technology is virtually never ‘inherently’ a cancerous growth destroying all cultural traditions in its path. Nonetheless, with creativity, thoughtfulness and vigilance, communication technologies can often accentuate and recreate constructive cultural patterns, values and institutions.

Charles Soukup, (2006) Computer-mediated communication as a virtual third place: building Oldenburg’s great good places on the world wide web. New Media & Society 2006 8: 421