Simplify, highlight & organize

Models, by definition, are meant to simplify, highlight, suggest, and organize. But in doing so, they can exert a powerful guiding effect in determining how questions are posed and defining the relationships singled out for investigation.

Reese, S.D. (2007) Journalism Research and the Hierarchy of Influences Model: A Global Perspective. University of Texas, USA

Die Grundzüge jeglichen Modells

Diese sind die Grundzüge jeglichen Modells: Wesentliches bekommt eine nocht höhere Bedeutung, Nebeneffekte und Unwesentliches sollen wegfallen. Der Unterschied zu wissenschaftlichen Modellen besteht nur darin, daß die Komplexität nicht reduziert werden soll, sondern im Gegenteil nach und nach zunimmt, je weiter die Simulation [es geht hier um das Speil „Sims“  -Anm.d.Red.] entwickelt wird (sei es durch die Autoren oder die Spieler). Bis zu einem gewissen Grad haben solche Modelle einen großen Reiz für viele Menschen. Nach dem gleichen Prinzip der Reduktion von Komplexität funktionieren Soap Operas, interaktive Webcams oder schließlich Fernsehformate wie „Big Brother“. Sie Bilden alle künstliche Bereiche geschlossener Sinsstruktur, denen große Teile der Undurchschaubarkeit der Alltagswelt genommen wurden.

Krämer, H.-J. (2001). Alfred Schütz und die „Strukturen der Lebenswelt“ im Modell Analyse einer Alltagssimulation aus der Unterhaltungsindustrie

Modells

Versteht man Modelle auf Basis der allgemeinen Modelltheorie (vgl. Stachowiak 1973: 128 ff.) als komplexitätsreduzierte, systematische und gleichwohl – gegenüber dem Original – informationsreichere Darstellung von sozialer Wirklichkeit, die vor allem organisierende, heuristische und teilweise auch prognostische Funktion haben (vgl. Bentele/Beck 1994; Deutsch 1952), dann lassen diese sich als Teile oder spezifische Darstellungen von Theorien begreifen, die aver in der Regel nicht unmittelbar empirisch überprüfbar sind. […] Eine direkte Falsifikationsmöglichkeit von solchen Modellen (z.B. Merten (1997) oder Maltzke (1963)) müsste ja zum Beispiel die Nichtexistenz von Modellelementen oder -dimensionen oder eine falsche Relationierung zwischen diesen Elementen nachweisen. Allerdings kann man für oder gegen Modelle argumentieren, dies auch mit empirischen Argumenten.

Bentele & Nothaft – Das Intereffikationsmodell  – Theoretische Weiterentwicklung, empirische Konkretisierung und Desiderate (S: 67)