Die Grundzüge jeglichen Modells

Diese sind die Grundzüge jeglichen Modells: Wesentliches bekommt eine nocht höhere Bedeutung, Nebeneffekte und Unwesentliches sollen wegfallen. Der Unterschied zu wissenschaftlichen Modellen besteht nur darin, daß die Komplexität nicht reduziert werden soll, sondern im Gegenteil nach und nach zunimmt, je weiter die Simulation [es geht hier um das Speil „Sims“  -Anm.d.Red.] entwickelt wird (sei es durch die Autoren oder die Spieler). Bis zu einem gewissen Grad haben solche Modelle einen großen Reiz für viele Menschen. Nach dem gleichen Prinzip der Reduktion von Komplexität funktionieren Soap Operas, interaktive Webcams oder schließlich Fernsehformate wie „Big Brother“. Sie Bilden alle künstliche Bereiche geschlossener Sinsstruktur, denen große Teile der Undurchschaubarkeit der Alltagswelt genommen wurden.

Krämer, H.-J. (2001). Alfred Schütz und die „Strukturen der Lebenswelt“ im Modell Analyse einer Alltagssimulation aus der Unterhaltungsindustrie

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