(Nicht) beliebige Instrumente

Theorien sind nichtbeliebige Instrumente zur Ordnung von Erkenntnis. Sie können diese Funktion erfüllen, weil sie a) selektivfungieren, also eine Funktion der Ausscheidung(via Falsifikation, im Sinne von Popper) erfüllen b) weil sie abstrahierenund auf diese Weise die Fülle der Erscheinungen auf eine überschaubare Menge von Klassen oder Kategorien reduzieren und dann c) durch differenztheoretische Operationen, nämlich durch den Vergleich(der zugleich die einfachste Form der Messung darstellt), getrennt Erscheinendes ähnlich oder sogar gleich machen können und dadurch ebenfalls Ordnungsleistungen erbringen. Wie immer auch das methodische Procedere, in allen Fällen vergrößert dies den Bereich der Ordnung der Erscheinung, die Systematisierung von Wissen, die nichtbeliebige Entscheidung über richtig oder falsch bzw. über viabel/nict viabel.
Welcher Theorietyp anderen Theorietypen überlegen ist, weil er das größere Ordnungspotenzial (Erklärungspotentizial) besitzt, ist nicht einfach zu entscheiden und im Zweifelsfall nicht nur zu behaupten, sondern su beweisen.

Klaus Merten: Zur Theorie der PR-Theorien Oder: Kann man PR-Theorien anders alsy systmisch modellieren? in: Röttger, U. (Hrsg.). (2009). Theorien der Public Relations Grundlagen und Perspektiven der PR-Forschung. VS | GWV: Wiesbaden (S:51)

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