Risse und (Erfahrungsum)Brüche

In der Natur neigen Fremdkörper dazu, sich in jeder Spalte, Ritze und in versteckten Zwischenräumen zu sammeln und festzusetzen. Auch in der Struktur sozialer Organisationen gibt es Risse und Brüche.

Thrasher, F. M. (1927). The Gang. Chicago (gekürzte Neuauflage 1956), S. 22

Jugend ist ebenso ein Phänomen der Zwischenlagerung im Hinblick auf die in der Adoleszenzphase stattfindende Kompetenzentwicklung und die Lösung aus der Herkunftsfamilie (Erikson, Piaget, Habermas), und sie ist dies auch in generationsspezifischer Hinsicht: Sie ist der soziale Ort der (kollektiven) Verarbeitung des Erfahrungsumbruchs von einer Generation zur anderen (vgl. dazu vor allem Mannheim 1964b).

Bohnsack, R. (2005). „Social Worlds“ und „Natural Histories“. Zum Forschungsstil der Chicagoer Schule anhand zweier klassischer Studien. ZBBS, 6 (1), S.112

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